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BREIZH ALGAE TOUR 2017 – TECHNISCHE WORKS

Am zweiten Tag der Breizh Algae Tour 2017 wurde den Teilnehmern die Möglichkeit geboten, zahlreiche technische Vorträgen über Themen im Zusammenhang mit den drei Hauptgeschäftsbereichen der Olmix Gruppe – Plant Care, Animal Care und Human Care – anzuhören.

Drehte sich der erste Tag um das innovative Konzept „HealthSea Food Tech“, in dem die Algen unterschiedlich verwendet werden, um das Mikrobiom zu beeinflussen und somit die Gesundheit der Pflanzen, Tiere und Menschen zu verbessern, so hatten die Teilnehmer am zweiten Tag die Gelegenheit, zwischen verschiedenen wissenschaftlichen und technischen Workshops in den drei Hauptgeschäftsbereichen der Olmix-Gruppe zu wählen: Plant Care, Animal Care und Human Care.

Workshop Plant Care

In den technischen Workshops von Plant Care wurden die neuesten Forschungsergebnisse beim Einsatz von Algen zur Stärkung der natürlichen Widerstandskräfte von Gemüse und Ackerbaupflanzen dargestellt. Dabei wurden auch die Synergien zwischen den Produktreihen von Olmix, Melspring und PRP aufgezeigt, die die globale Strategie der Olmix Gruppe für ein „Integrated Plant Health Management“ stärken, bei dem chemische Dünger und der Einsatz von Pestiziden erheblich reduziert werden.

Zum Auftakt hat Henri Beekers (Leiter Forschung und Entwicklung Plant Care, Niederlande) an die globale Herausforderung für die Agrar- und Nahrungsmittelindustrie erinnert, in den kommenden Jahrzehnten die Menschheit weltweit mit qualitativ hochwertigen Produkten zu versorgen, die nicht umweltbelastend sind. Er übergab dann das Wort an Ton Terlow (Verkaufsentwicklung Plant Care, Niederlande) der die verschiedenen Wirkungsweisen des patentierten organisch-mineralen Düngers Marathon darstellte.

Die drei Wirkungsweisen von Marathon sind Ammoniumzufuhr, langfristige Nährstoffzufuhr und Stimulierung der Bakterienaktivität. Wie unterscheidet sich Marathon von den anderen organischen Düngern? Durch den engen Zusammenhang zwischen der Dynamik der Evolution organischer Substanz im Boden, innovativen Komplexierungstechniken und einer gezielten Auswahl von organischen Nähstoffen, erklärte er.

Hr Henri Beekers.

Hr Ton Terlouw.

Anschließend informierte Bruno Daridon (Leiter Forschung & Entwicklung PRP Technologies, Frankreich) über die Technologie des Mineral Inducer Process (MIP) und die Aktivierung des Lebens von Mirkro-organismen im Boden und erklärte, dass „der Mineral Inducer process als Werkzeug zur Förderung der Agrarökologie gedacht ist. Er wirkt stimulierend auf die  Nahrungskette im Boden und kann somit mit zahlreichen anderen Techniken verbunden werden.“ Das war der Aufhänger für Florian Tilly (Produktmanager Olmix Plant Care, Frankreich), um gleich im Anschluss über die Vorteile von Olmix‘ spezifischen Algenextrakten zu sprechen:

„Wie unterscheiden sich die Algenextrakte von Olmix von den Konkurrenten? Einmalige und  leistungsstarke Konzepte für die Verwendung von erneuerbaren Rohstoffen aus verschiedenen natürlichen Quellen und Algenarten, eine 100%-ig kontrollierte Produktionskette, sowie eine einzigartige Prozesstechnik und Bioraffinerie.“

Hr Bruno Daridon.

Nachmittags stellte dann Didier Blin (Verkaufs- und Marketingleiter von PRP Technologies, Frankreich) die Synergien der Produktportfolios von Olmix, Melspring und PRP dar und erläuterte, welchen Beitrag diese natürlichen Alternativen zur Gesundheit der Pflanzen und zur Umwelt leisten können: „Unsere Firmengruppe hat eine lange und gründliche Erfahrung in Sachen Landwirtschaft. Olmix ist Experte im Sourcing von Mineralstoffen,  in der Algenraffinerie und der Extraktion bioaktiver Verbindungen. Melspring ist hauptsächlich im Bereich Pflanzenernährung tätig, mit organischen und Mineraldüngern, und entwickelt eine einzigartige Technologie, bei der die Nährstoffe progressiv  für die Pflanzen freigesetzt werden. PRP Technologies hat ihrerseits große Erfahrung im Bereich Biostimulation der Pflanzen und biologische Aktivierung des Bodens. Kurz gesagt, der neu konsolidierte Geschäftsbereich Olmix Plant Care bietet eine komplette, technisch und wirtschaftlich leistungsstarke Produktpalette. Wir haben die nötigen Kompetenzen und Werkzeuge für adäquate Lösungen für unterschiedliche Situationen überall in der Welt.“

Mr Didier Blin (PRP Technologies Marketing Director, France).

Abschließend kamen mehrere Mitglieder des Olmix Plant Care Teams auf die Bühne, um in einer interaktiven Diskussion mit dem Publikum Feldergebnisse darzustellen. Henri Beekers hat die Höhepunkte des Tages im abschließenden  „Résumé“ zusammenfassend dargestellt.

Animal Care Workshops

Der Auftakt des Animal Care Workshops war eine Plenarsitzung mit 3 Vorträgen.

Der erste Vortrag gab einen wissenschaftlichen Überblick über die Möglichkeiten, die Algen zur Tierproduktion beitragen. Dr. Marinus van Krimpen (Universität Wageningen, Niederlande) stellte die vielversprechenden Ergebnisse einer Eiweißgewinnung aus Meeresalgen dar, und betonte, dass Algen immer mehr als wichtige Quelle bioaktiver Komponenten angesehen werden.  Diese Darstellung bestätigt Olmix in seiner Zielsetzung, bei der spezifischen Bioraffinerie von Algen immer weiter fortzuschreiten, zur Erschließung aktiver Fraktionen mit sehr hohem Potential.

Nach dieser ersten Präsentation hielt Dr. Isabelle Oswald (Toxalim Einheit beim INRA, France) ihren Vortrag über „die Fusariotoxine und die Darmgesundheit“. Die anerkannte Spezialistin gab interessante Erklärungen, wie die Mycotoxine selbst bei geringem Verseuchungsgrad die Darmgesundheit beeinträchtigen können:

 „Der Magen-Darm-Trakt ist die erste Barriere gegen Schadstoffe in Nahrungsmitteln. Das Darmepithel kann aufgrund der Aufnahme verseuchter Nahrungsmittel einer hohen Mycotoxin-Verseuchung ausgesetzt sein. DON zum Beispiel reduziert die Barriere-Funktion des Darms und führt so zu einer Darmentzündung. Andererseits produzieren die Pilze mehre Mycotoxine gleichzeitig, und ein Nahrungsmittel kann durch mehrere Pilze verseucht werden. Es gibt eine klare Aussage: die Co-Kontamination durch mehrere Mycotoxine ist die Regel, nicht die Ausnahme“ erklärte Frau Dr. Isabelle Oswald. Sie erklärte auch, dass die von der Toxalim Einheit durchgeführten Forschungsarbeiten kürzlich aufgezeigt haben, dass die negativen Synergie-Effekte zwischen den Mycotoxinen bei schwachen Co-Kontaminationen sogar noch stärker sind! 

Dr Marinus van Krimpen.

Dr. Isabelle Oswald.

Maria Angeles Rodriguez, Leiterin des technischen Service von Olmix Animal Care, ergänzte den Vortrag über die Mycotoxine mit Erklärungen zu den verschiedenen Werkzeugen, die Olmix im Kampf gegen Mycotoxine entwickelt hat, vom Verdacht bis zur Lösung.

Die Darmgesundheit war eines der Hauptthemen am ersten Tag der Breizh Algae Tour und ist eines der Forschungsschwerpunkte für Olmix. In diesem Zusammenhang hielt Ignacio Caballero (UMR ISP 1282, INRA Nouzilly, Frnakreich) seinen Vortrag über die Rolle, die die Darmimmunität für die Leistungen der Tiere spielt. Bei dieser Gelegenheit wurden auch die Ergebnisse einer partnerschaftlichen Forschungsarbeit mit Olmix gezeigt, die deutlich machen, dass Algenextrakte die Produktion von Immunmediatoren bei Schweine-Epithelzellen (in vitro)  stimulieren können.

Ergänzt wurde der Vortrag von Pi Nyvall Collen, Leiterin von Forschung & Entwicklung bei Olmix, die unterstrich, dass ähnliche Ergebnisse bei Immunzellen von Geflügel nachgewiesen wurden in einem partnerschaftlichen Forschungsprojekt mit der Universität von Brest.

Frau María Ángeles Rodríguez.

Frau Pi Nyvall Collen.

Später, am Nachmittag, wurden die Animal Care Workshops nach Tierarten aufgeteilt, und die Teilnehmer konnten wählen zwischen „Milchkühe“, „Geflügel“, „Schweine“ und „Aquakultur“ .

Human Care Workshop

Das Team von Olmix Human Care hat verschiedene Strategien vorgestellt, in denen die Algen eine direkte oder indirekte Rolle bei der menschlichen Ernährung und Gesundheit spielen: als Bestandteil von Tiernahrung zur Verbesserung der Fleischqualität, als technische Inhaltsstoffe zur Verbesserung der Qualität der Nahrungsmittelprodukte, wo sie chemische Zusätze und Lebensmittelallergene ersetzen, als Gesundheits-Inhaltsstoff zur Verbesserung des Nährwertprofils der Nahrungsmittel, und schliesslich als Nahrungsergänzungsmittel zur direkten Stärkung der menschlichen Gesundheit dank der spezifischen Bestandteile der Algen. Zur Darstellung dieser unterschiedlichen und noch weiterer Anwendungen hat Olmix verschiedene Vorträge zu diesem Thema präsentiert.

Zunächst erklärte Jeanne-Marie Robert (Breizh Algae, Frankreich), wie man die Fleischqualität dank der Algen verbessern kann und zeigte die jüngsten Ergebnisse einer Untersuchung, die deutlich macht, dass die Konsumenten sich immer mehr dafür interessieren, woher die Nahrungsmittel stammen und wie sie sich auf die Gesundheit und die Umwelt auswirken

Danach stellte Marvin Rehel (Olmix Human Care, Frankreich) dem Publikum einen der Haupttrends der Nahrungsmittelindustrie vor: den Boom des „clean-label“ und der natürlichen Produkte.

„Es ist offensichtlich dass sich die Dinge in der Industrie ändern. Immer mehr Konsumenten suchen natürliche und alternative Lösungen. Der „clean label“ erlebt einen ungeheuren Boom,“ sagte er.

Frau Jeanne- Marie Robert.

Hr Marvin Rehel.

Die beiden folgenden Vorträge wurden von Helena Abreu (Mitbegründerin und F&E-Leiterin von ALGAplus, Portugal) und Tony Da Cruz (Projektleiter bei Olmix Human Care, Frankreich) gehalten. Frau Abreu gab sehr interessante Informationen über die Algen für die menschliche Gesundheit und Ernährung:

Nachmittags hatten die Teilnehmer am Human Care Workshop Gelegenheit nach Landrellec im Norden der Bretagne zu fahren, wo sie die Algen in ihrer natürlichen Umgebung entdecken konnten! Hier hat Régine Quéva (Algues & Co, Frankreich) die grosse Artenvielfalt der Algen in der Bretagne vor Ort gezeigt:

„Hier gibt es über 800 Algenarten mit ihrem jeweils spezifischen Erscheinungsbild, Geschmack und Nutzen für die Gesundheit. Die Bretagne ist für die Entwicklung der Algen ein ganz besonderer Ort. Ihre einmaligen und ganz spezifischen Umweltbedingungen ermöglichen die Gewinnung von Meeresalgen von aussergewöhnlicher Qualität, sowohl für die Menschen, als auch für die Tiere und die Pflanzen.“ 

Landrellec im Norden der Bretagne.

Landrellec im Norden der Bretagne.