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Neue Düngestrategien auf dem Prüfstand

Wie hat sich die Bodenfruchtbarkeit auf Bettenfelder Ackerböden entwickelt?

Auf immer weniger werdenden Flächen immer mehr produzieren – wie soll das gehen angesichts des fortschreitenden Klimawandels, der Diskussionen um Grundwasser, Erosion und Düngeverordnung? Die Landwirte, die alles richten sollen und für vieles herhalten müssen, suchen neue Wege.

So auch Landwirt Frank Spörner aus Bettenfeld. Vor 8 Jahren hat er damit begonnen, den Bodenverbesserer Geo2 der Firma Olmix aus Frankreich einzusetzen.

Nun sollte der Erfolg dieser Methode beim großen Bodenprofiltag (22.8.2019) der Firma Olmix und ihrem Landhandelspartner Hagra AG aus Marktbergel überprüft werden: Auf 2 nebeneinander liegenden Feldern wurden jeweils eine Grube von ca. 150 cm Tiefe ausgehoben. Auf dem einen Feld war zusätzlich Geo2 im Einsatz.

Frank Spörner verwies bei der Begrüßung der rund 100 Gäste gleich auf das Versuchsfeld: „Dies war mein schlechtester Acker – Staunässe, schlecht zu bearbeiten, schwankende und miserable Erträge. Ich musste was tun.“

Bodenprofiltag 2019.

Bodenprofiltag 2019.

Ulrich Zinsser, der Bodenspezialist von Olmix, stellte engagiert die Profile vor und konnte die Besucher beeindrucken: „Luft, Wasser und vor allem Bodenleben sind die Voraussetzungen für Bodenentstehung und Pflanzenwachstum. Die neuen Olmix-Düngesysteme verändern und verbessern die Bodenmikrobiologie und Bodenstruktur, den Humusgehalt und damit das Pflanzenwachstum.“ In der ‚Olmix-Grube‘ konnte er anschaulich die um 10 cm gewachsene Humusschicht zeigen, ebenso wie die fließenden Übergänge der Bodenschichten in 40 und 80 cm Tiefe. Besonders auffällig war der noch deutlich feuchtere Unterboden: Das knappe Wasser 2019 konnte augenscheinlich vom poröseren Boden besser gehalten werden. Der Baggerfahrer, der die Gruben ausgehoben hatte, bestätigte dies. Die Olmix-Grube war viel leichter auszubaggern.

Das Resümee von Landwirt Frank Spörner: „Mit der Entwicklung meines Ackers bin ich jetzt wirklich zufrieden. Die Erträge stimmen (über 90 dt/ha Wintergerste auch in diesem Jahr), es gibt keine Staunässe mehr, die Bodenbearbeitung geht viel leichter.“

Bodenprofiltag 2019.

Die interessierten Besucher verfolgten gespannt den theoretischen und praktischen Ausführungen. Sie waren nicht nur beeindruckt von den unterschiedlichen Profilgruben, sondern auch davon, wie die Komplexität und Wirkung des Bodenlebens sichtbar gemacht wurden. Die Strategie, über das Bodenleben die Bodenfruchtbarkeit und damit die Pflanzenernährung zu verbessern, scheint aufzugehen.